Haverford College

Haverford College
© Haverford College

Dienstag, 27. September 2016

the first weeks of college experience

[German]
Meinen wöchentlichen Post gibt es diese Woche etwas später, habe leider erst jetzt Zeit dafür gefunden.
Ich bin jetzt seit über einem Monat in den USA und so langsam zeigt sich, was ich hier finden kann, was ich wohl in Deutschland nicht gefunden hätte. Mal von den Dingen für die ich her gekommen bin, kleine Kurse, weitgehend freie Wahlmöglichkeiten was meine Fächer angeht etc., abgesehen, gibt es noch so viele Erfahrungen, an die ich nie gedacht hätte. Seien es die nahezu schon regelmäßigen Einzeltreffen an Freitagen mit meinem Physik Professor, um mal wieder die nächste Hausaufgabe durchzugehen und alle Unklarheiten zu beseitigen. Oder mal eben am Sonntagabend um 22 Uhr noch 2 Stunden in Computer Science Lab zuzubringen um einem Kameraden auszuhelfen, der einen Tag vor Abgabetermin noch etwas im dunklen stochert was das Design der Algorithmen für diese Woche angeht. Aber eben auch sich jeden Tag darauf freuen im Hockeytraining wieder den Kampf mit den Windmühlen der, ach so verständlichen, täglichen Routine aufzunehmen, nur um dann von einer der Kommilitoninnen, der man Stunden zuvor noch zugerufen hat sie solle auf ihr Abwehrverhalten achten, von einem Happening auf dem Campus zum anderen gezerrt zu werden. Dazu gehört dann auch, dass die kleine Campus-Odyssee dann schließlich auf der Party endet, zu der ich wohl unter normalen Umständen nie gegangen wäre. Und mich dort der Rest des Hockey Teams mit fluoreszenter Farbe erwartet und ich froh bin, dass ich mich noch für ein einfaches weißes Shirt entschieden zu haben. Der Rest des Abends entwickelt sich dann auch entsprechend in einer Weise weiter, wie er es Zuhause wohl nicht hätte...
Man könnte sich nun fragen, ob das Hockey Team evtl. die erste zwei Siege in Folge zu feiern hatte, aber der Trend hält leider an und wieder gab es einen Sieg am Mittwoch und einen Niederlage am Samstag, bei der man sich aber zumindest nicht für unsere Leistung zu schämen brauchte. An dieser Stelle möchte ich noch den Kommentar meines Vaters, der das Spiel vom letzten Wochenende im Livestream verfolgte, nachliefern: "Naja, die zweite Hälfte war wenigstens spannend!"
Zum Abschluss möchte ich gerne noch ein kurzes Gebet loswerden, inspiriert durch die Debatte der US-Präsidentschaftskandidaten von heute Nacht. Eigentlich fällt mir nich viel dazu ein, was da heute von sich gegeben wurde, außer: "Herr Gott, bitte lass Hirn vom Himmel regnen, oder Steine, aber Hauptsache du triffst!" Tatsächlich würden weniger persönlichkeitszentrierte Argumente und mehr Inhalten dem ganzen sicherlich gut tun, aber dafür lohnt es sich nicht mal zu beten,

[English]
My weekly blog post is slightly delayed for this week as I didn't find time to take a few minutes of to write until now.
I have been in the US for more than a month now and as time progresses experiences pile up that I would probably have missed back in Germany. Leaving aside the things I came here for, like small classes, more or less free choice of which classes I wanted to take etc. there are so many more things that I didn't even think about. For example the one-on-one meetings with my Physics Professor which have become almost regular practice on Fridays to go over the new set of homework problems and remove any possible source of ambiguity. Or to spend two hours at the Computer Science Teaching Lab at 10pm on a Sunday night to help out a fellow student who is - one day before the assignments are due - still poking around in the dark concerning the algorithms for this week. But also every day looking forward to picking up the fight against the windmills of (totally understandable) daily routine at field hockey practice, only to be dragged around campus from one event to another by a fellow students whom I told to watch out for her defensive behavior just hours ago. It also includes finally finishing the campus odyssey at a party that (under normal circumstances) I wouldn't have visited. Once there, the rest of the field hockey team awaits me with fluorescent colors and I am just glad that I went for a simple white shirt. Obviously also the rest of the night progresses in ways in which it would never have back home...
One might ask whether the filed hockey team had something to celebrate, e.g the first two wins in a row. Unfortunately, the trend continues and a win on Wednesday was followed by a loss on Saturday, at least there was no shame in this loss and we can be proud of our performance this time. At this point I would like to subsequently deliver my father's comment on last weekend's game, that he watched online: "Well, the second half was at least thrilling!"
Inspired by the debate of the presidential candidates tonight I would like to end with a short prayer. There is not much to say about what was said there tonight, but: "Please God, let it rain brain from the sky, or stones, but make sure you hit!" In fact a less person centered argument and more contents would definitely benefit the debate, but that is not even worth praying for.

Samstag, 17. September 2016

first college essay and physics lab

[German]
Ich hatte nicht den geringsten Schimmer! Nicht den geringsten Schimmer, was mein Prof. im Writing Program (ein Kurs der eine Einführung in akademisches Schreiben geben soll und für alle Freshman hier in Haverford Pflicht ist) von mir wollte, als sie meine ersten beiden Entwürfe des ersten Essays auseinandernahm. Ich hatte eine ganze menge Zeit investiert und den Essay zu diesem Zeitpunkt bereits zwei mal neu geschrieben, aber irgendwie schien es nicht auch nur annähernd mit dem übereinzustimmen, was gefordert wurde. Meine Rettung: Das Writing Center, einen weitere Haverford Institution. Ich wüsste nicht was ich ohne diese Hilfe gemacht hätte. Der Essay war dann gestern schließlich in finaler Form fällig und irgendwie hatte ich es dann mit viel “Man könnte das auch so aufziehen...“ und “Vielleicht solltest du ... mit einbeziehen“ vom Writing Center es geschafft etwas zu Stande zu bringe, dass hoffentlich dann doch irgendwie die Aufgabenstellung erfüllt.
Aber meine Woche war natürlich nicht nur Essay-Schreiben. Da wäre noch das erste Physik Lab, wir sollten Schwingung eines Pendels untersuchen. Mir kam hier nicht nur zu gute, dass ich im Prinzip die Lösungen bereits kannte (Danke Herr Reese!), sondern auch das vergangene Jahr im Forschungszentrum, in dem ich viel über Datenauswertung, Fitting und Messfehler gelernt habe (Danke Ralf und Raimund!). Mit dem Glück wirklich sauberer Messwerte, war ich somit ohne weiteres in der Lage die Theorie relativ zweifelsfrei zu bestätigen.
Auch Hockey stand natürlich wieder auf dem Plan und das mit den geteilten Woche scheint sich fortzusetzen. Das Spiel am Mittwoch konnten wir recht klar mit 5-0 für uns entscheiden, aber heute (Samstag) mussten wir uns wiedermal geschlagen geben. Erneut kam die Aufholjagd in der zweiten Hälfte zu spät und aus einem 2-0 wurde nur noch ein 2-1. Gerade sitze ich mit dem Team im Bus auf dem Rückweg von Dickinson College.
Kopf hoch, das nächste Spiel steht schon Mittwoch vor der Tür. Übrigens, für alle, die mich gerne an der Seitenlinie verzweifeln sehen möchten, gibt's online meistens einen Livestream.

[English]
I had no idea! No idea, what my Prof. in the Writing Program (a course that is supposed to introduce students to academic writing and is mandatory for all freshman) asked me to do, when she picked apart my first two drafts of the first essay. I had invested a lot of time and rewritten the whole essay twice already, but it still seemed to fail in meeting the task. My Rescue: The Writing Center, another Haverford Institution. I don't know what I'd have done without that support. The essay finally was due yesterday and with a lot of "Why don't you approach it that way..." and "You might wanna consider..." from the Writing Center, I had somehow managed to come up with a essay that is hopefully more towards what is being expected.
However, my week obviously didn't only consist of essay writing. There was also my first physics lab, in which we were asked to investigate the oscillation of a pendulum. I didn't only benefit from the fact, that I basically already knew the solution (Thanks to Mr. Reese), but also the past year in the Research Center, where I learned a lot about data analysis, fitting and measurement errors (Thanks to Ralf und Raimud!). After luckily gathering pretty clean measured data, it wasn't a major problem to confirm the theory.
Field hockey was on the schedule for this week again, and the issue with splitting the weeks seems to become a unfortunate trend. After a clear win on Wednesday, we weren't able to keep a clean record for this week again, falling to Dickinson College today (Saturday). Again our comeback in the second half started too late and we didn't quite manage to turn the game, closing down an initial 2-0 to a 2-1. At the moment I am on the way back from Dickinson.
Heads up, the next game is up on Wednesday. By the way, for anyone who wants to see me going nuts next to the sideline, there is a Livestream of almost every match.

Montag, 12. September 2016

Visitor from Europe

[English version below]

[German]
Russel and I in front of Independence Hall  
Zeit für meinen wöchentlichen Post hier! Diese Woche war erneut sehr spannend, wiedermal waren zwei wichtige Programmpunkte Hockey, am Mittwoch und Samstag. Leider haben wir es wieder nicht geschafft für diese Woche eine reine Weste zu behalten, gab es am Mittwoch noch einen Sieg zuhause gegen Eastern mussten wir uns Samstag Lebanon Valley geschlagen geben (habe euch die Spielberichte verlinkt). Letzteres Spiel war insbesondere frustrierend, weil wir in der zweiten Hälfte klar das bessere Team waren, unser Aufholjagd aber leider zu spät begann.
In Sachen Studium gibt es nicht viel neues zu berichten, ich schlage mich so durch und so langsam kristallisiert sich ein Wochenplan heraus, der auch etwas Freizeit zulässt. Diese Freizeit habe ich dann heute auch direkt genutzt und mich in Philly mit Russel getroffen. Russel und ich haben uns im Juli beim Osaka U16 6-Nationen Turnier in Antwerpen getroffen, das wir beide pfeifen durften. Russel war nun beruflich in Philadelphia und wir hatten einen tollen Tag mit Mittag in Terminal Market. Dir, Russel, einen Guten Weiterflug nach Las Vegas, hoffentlich sieht man sich in nicht allzu ferner Zeit nochmal wieder!
Achso, das typische college cliche besteht natürlich auch zu einem nicht unbeträchtlichen Teil aus Parties, und ja, wir haben Parties auch hier in Haverford, wenn auch wahrscheinlich nicht so viele wie so Mancher in Deutschland wohl denkt. Eine von diesen Parties war gestern, abgesehen von den nahezu unerträglichen Temperaturen, war der Abend mit dem Hockey Team wirklich sehr lustig. Allerdings muss man wohl festhalten, dass die Vorbereitung auf die Party wohl der lustigste Teil des Abends war.

[English]
Time for my weekly blog post! This week has been another amazing week here at Haverford and again two important events were field hockey, on Wednesday and Saturday. Unfortunately, we weren't able to keep a clean record for this week again, while defeating Eastern at home on Wednesday, we lost to Lebanon Valley on Saturday (I have linked the match reports for you). the Saturday game was particularly frustrating as we clearly were the better team in the second half, but our comeback just started too late.
There is not much new to tell about my studies, I get along and slowly a weekly work plan takes shape that even allows some free time. Just today I made use of some of this free time meeting with Russel in Philly. Russel and I met in July at the Osaka U16 6-Nations Tournament, where we had the pleasure to umpire together. Russel was on a business trip to Philadelphia and took some time off to meet with me. We had a great day including lunch at Terminal Market. Have a safe flight to Las Vegas, hopefully we'll have another chance to meet soon.
By the way, the typical college cliche probably also includes lots of parties, and yes, we do have parties here at Haveford, probably not as many as some people back home might assume though. One of this parties took place yesterday night and, leaving apart the almost unbearable temperatures, it was really good fun with the field hockey team. However, the associated pregame was most definitely the most fun part of the night.

Samstag, 3. September 2016

first week of classes and hockey

[English version below]

[German]
Nun sind es schon zwei Wochen seit ich in den USA angekommen bin, die Zeit vergeht wie im Flug. Die Erste Woche des Semesters liegt hinter mir. Meine finale Kurswahl steht jetzt auch fest: Mathe, Physik, Computer Science und das Writing Program. Ich habe wirklich ausnahmslos wirklich tolle Professoren und überwiegend sehr kleine Kurse. Die Hausaufgabenlast ist schon nicht unbeträchtlich, vor allem wenn man bedenkt, dass ich jeden Tag auch zwei Stunden Training habe. Bisher bin ich aber ganz gut durchgekommen. Es haben sich schon die ersten Arbeitsgruppen herauskristallisiert, wir werden wohl noch das ein oder andere mal zusammen über den Hausaufgaben brühten.
©Haverford Athletics

Mein erstes offizielles Hockey Spiel als Co-Trainer stand auch am vergangen Donnerstag an. Wir konnten uns nur relativ knapp gegen ein anderes College aus der Nähe, Cabrini, mit 3-2 durchsetzen. Einen Spielbericht gibt's hier. Heute steht das nächste Spiel gegen Messiah an, das wird eine ganz harte Nuss. Let's go Fords!!!

[English]
Now it's already two weeks since I got to the US, the time flies. The first week of the semester is over and I made my final class choices: Math, Physics, Computer Science and the Writing Program. Without any exceptions my professors are really exceptional and almost all my classes a taught in small groups. The amount of homework is already significant, especially if you consider that I have two hours of practice every day. However, so far everything went quite smoothly. We have already formed the first homework groups and we'll probably jointly rack our brain's from time to time throughout the semester.

My first official hockey game as assistant coach was up last Thursday. We beat another nearby college, Cabrini, in a close match with 3-2. A report on the match can be found here. Today we are facing Messiah, that's gonna be a though nut to crack. Let's go Fords!!!

Samstag, 27. August 2016

First Week!!!

[English version below]

mein Apartment / my apartment
[German]
So, die erste Woche ist im Prinzip überstanden! Ich bin extrem müde und könnte dringend mehr Schlaf gebrauchen, aber das bringt die Orientierungsphase leider mit sich. Die International Student Orientation (ISO) war eine wirklich tolle Erfahrung und auch wenn wir von einem Event zum anderen gescheucht wurden, habe ich sicherlich viel mitgenommen. Seit Mittwoch sind wir jetzt in der sog. Customs Week, d.h. auch die 'einheimischen' Studenten sind zu uns gestoßen. Wir erhalten Einführungen in den Honor Code und die Möglichkeiten des Colleges. Für heute stand das Gespräch mit dem sog. Faculty Adviser, in meinem Fall der Dekanin des Physikdepartments, an. Im Wesentlichen hat sie alle meine Kurswahlen bestätigt. Ich werde im kommenden Semester also Physik und Computer Science haben und zusätzlich das obligatorische Writing Seminar, sowie entweder Mathe oder Economy.
Ein weiteres Ergebnisse der Woche ist, dass ich nun einer der Co-Trainer des Hockey-Teams bin, leider kann ich nicht spielen, weil Feldhockey in den USA fast nur von Mädchen gespielt wird.
Interessante Beobachtung am Rande: So langsam gewöhne ich mich ans English sprechen. Ich hatte heute zum ersten mal seit einer Woche Gelegenheit Deutsch zu sprechen, mit einer Studenten aus Österreich und musste mich erstmal wieder darauf einstellen.


Founders Great Hall
[English]
The first week is almost over. I'm extremely tired and I could definitely use more sleep, but that's just what comes along with the orientation week. The International Student Orientation (ISO) was an incredible experience, and even though our schedule was pretty much back-to-back I have still gained so many valuable experiences. Since Wednesday we are in the so called Customs Week, which means that the domestic students have joined us. We're getting introduced to the Honor Code and get to see all the possibilities of the college. The schedule for today featured a meeting with our Faculty Adviser, in my case the chair of the physics department. She pretty much approved all of my course choices. Thus, I will be taking, a physics and a computer science class and in addition the obligatory writing placement, as well as either math or economics in the upcoming semester.
Another outcome of the week is that I'm now one of the assistant coaches of the field hockey team. Unfortunately, I can't play myself as field hockey in the US is a sport mainly played by girls.
Interesting observation: I'm getting used to speaking English. Today, for the first time in the past week, I had the opportunity to speak some German with a fellow student from Austria and I encountered some difficulties switching back to German again.

Samstag, 20. August 2016

Arrived!

[English version below]

[German]
erster Blick auf Philly / first view on Philly
Endlich! Gestern Nachmittag (Nacht deutscher Zeit) bin ich in Philadelphia angekommen. Das Abenteuer kann also beginnen! Heute werde ich mich erstmal einen Tag auf eigene Faust umsehen, bevor dann am Sonntag die sog. ISO (International Student Orientation) losgeht. Ich kann es kaum erwarten die anderen internationalen Studenten zu treffen und ihre Geschichten dazu zu hören, wie sie schließlich in Haverford gelandet sind.

[English]
Finally! I arrived in Philadelphia yesterday afternoon. The great adventure can begin! Today I will discover the area on my own before the so called ISO (International Student Orientation) starts on Sunday. I can't wait to meet the other international students and find out how they ended up in Haverford.

Freitag, 8. Juli 2016

What I needed to apply!

[English version below]

[German]
In meinem ersten Post hatte ich versprochen nochmal auf die Tests und den Bewerbungsprozess zurück zu kommen, die ich dort erwähnt habe.
Um in den USA studieren zu können muss man einige standardisierte Tests absolvieren, die sind and fast allen Hochschulen Pflicht, nur welche Hochschule welchen Test verlangt kann abweichen. Für Bewerber die nicht muttersprachlich englisch sprechen (z.B. Ich!) wäre da zunähst einmal der TOEFL (Test Of English as Foreign Language). Hier geht es wie der name schon sagt um die Englischkenntnisse, der Test besteht dazu aus Reading, Speaking, Listening und Writing. Im TOEFL sollte jeder der ganz ordentlich Englisch gut durch kommen. Dann wird es schon schwieriger, denn die anderen Tests muss jeder amerikanische Student auch machen, dem entsprechend nimmt hier keiner Rücksicht auf Nicht-Muttersprachler.
Als nächstes hatte ich die Wahl zwischen dem ACT oder dem SAT, beide sollen die allgemeine Bildung testen, Englisch, Mathe etc. Ich habe mich für den ACT entschieden, der besteht im wesentlichen aus fünf Teilen: Grammatik, Mathe, Lesen, Naturwissenschaften und Schreiben. Außer den Schreib-Aufgaben sind alle Fragen im Multiple-Choice-Format. Jetzt denken einige wahrscheinlich: “Das ist ja einfach!“ Weit gefehlt! Das Fragen-Format ist vielleicht nich allzu schwer und die Fragen an und für sich auch nicht, aber der Zeitdruck macht's! Im Reading-Teil z.B. hat man 35min für 40 Fragen inklusive dem eigentlichen Lesen der Texte. Ich ganz zufrieden mit meinem Abschneiden, nur im Mathe-Teil hätte ich noch etwas besser abschneiden können.
Mein dritter und vierter Test waren die sog. SAT Subject Test oder auch SAT II. Dabei handelt es sich um einen Test, der das Wissen in einem bestimmten Fach abfragt, in meinem Fall Mathe und Physik. In Physik war ich mit der vollen Punktzahl ganz zufrieden, aber in Mathe war leider noch Luft nach oben. Auch bei diesen Tests ist das Format ganz anders als in Deutschland z.B. in einer Klausur. Während man in eine Mathe Klausur meistens drei bis vier längere Aufgaben mit mehrere Teilaufgaben hat, die aufeinander aufbauen, gibt es hier 50 vollkommen unabhängige Fragen in 60 min. Glücklicherweise konnte ich alle Tests in der Internationalen Schule in Düsseldorf ablegen, so das ich nicht zu weit fahren musste.


Der Rest der Bewerbung geht dann vollständig online. Viele der US-Unis nutzen die sog. Common Application, dabei handelt es sich um ein Webportal in dem man die Fragen der “Bewerbungsbögen“ beantworten muss und mehrere “Essays“ einreichen muss, anhand dieser entscheiden die Unis über die Zulassung. Da ich mich an den Unis auch um “Financial Aid“, auf deutsch etwa “finanzielle Unterstützung“, beworben hatte musste ich zusätzlich auch noch die finanzielle Situation meiner Familie offenlegen. “Financial Aid“ ist eine Art Stipendium dessen Höhe sich daran orientiert wie viel die Familie des Studenten in der Lage ist beizutragen, den Rest übernimmt im Idealfall das College. Wenn man sich die Kosten für ein Studium in den USA anguckt, z.B. in Haverford inkl. Studiengebühren, Unterbringung und Verpflegung ca. $66000, ist wohl den Meisten klar, dass nur die allerwenigsten Familien sich das ohne Probleme leisten können.

[English]
In my first post I promised to come back to the Tests I had to take and the application process in general.
To be able to study in the US you will need to take some standardized test, these tests are required at almost all colleges, it might differ from one college to another which test are required. For non-nativ speakers of English the first Test to take is the TOEFL (Test Of English as Foreign Language). This test obviously is about knowledge of the English language. It is made of four parts: Reading, Listening, Speaking and Writing. The TOEFL shouldn't be to hard for anybody who speaks fairly good English. Now it is getting more difficult as the other test are to be completed by any american student too, so there is no consideration of non-native speakers.
For the next test I had the choice between the ACT and the SAT, both are meant to test your general eligibility to go to college. Ich  decided to take the ACT, which consists of five parts: Grammar, Math, Reading, Science and Writing. Apart from the writing assignment all questions are in a multiple-choice format. Some of you might say: “That sounds easy!“ But indeed it is not! The questing format and the questions themselves aren't that difficult, but it is the time pressure that makes the test difficult. For example in the reading part you got only 35min for reading a few texts and answering 40 questions. All in all I was satisfied with my scores in the ACT, but I could have reached a few more point in the math section.
My third and forth test were the so called SAT Subject Test or SAT IIs. These are tests on your knowledge in a particular subject, in may case math and physics. In physics I was quite happy with the best possible score, but I could have done better on the math test. The format of these test is completely different from exams in Germany. While you usually have three to four larger tasks in a math exam in Germany with several interdependent subtasks, the math test featured 50 completely independent questions in 60min.
Luckily, I was able to take all these test at the International School of Düsseldorf and did not need to travel too far.


The remaining part of the application is entirely online. Many US-Colleges use the so called Common Application, which is a wep-portal to fill out the application forms and submit your essays. Based on this information your application is judged. As I had applied for “Finacial Aid“ I also needed to reveal my family's financial circumstances. “Financial Aid“ is some kind of scholarship whose amount is based what amount the student's family is able to contribute, the remaining cost are then funded by the College. If you consider the cost of studying in the US, e.g in Haverford incl. tuition, room and board about $66000, one might recognize that only a very few families can afford this without any problems.