Haverford College

Haverford College
© Haverford College

Montag, 17. Oktober 2016

Amazing break!

[German]
Die Woche Pause konnte ich wirklich gebrauchen und ganz nebenbei war es wohl meine bisher beste Woche in den Staaten. Kein Stress, aber umso mehr Spaß! Was hätte ich nur ohne mein Team gemacht?

Aber von Anfang an: Montag gab's erstmal einen Tag zum Ausruhen, bevor es Dienstag wieder mit dem Training losging. Den Tag habe ich natürlich auch direkt genutzt, um mal richtig auszuschlafen. Da ich glücklicherweise nahezu keine Aufgaben hatte, die über die Ferien zu erledigen waren, hatte ich mir vorgenommen zumindest in der erste Hälfte der Woche absolut gar nichts fürs College zu tun und einfach mal zu entspannen.
Ein Wochenhighlight wartete am Mittwoch, Apfelpflücken mit dem Hockey-Team. Ja, ich weiß, klingt ziemlich langweilig und ich musste mehr oder weniger dazu gezwungen werden mitzukommen, was sich im Nachhinein aber als überaus glückliche Entscheidung herausstellte. Wir verbrachten einen wirklich sehr lustigen und entspannten Nachmittag.

Nächstes Highlight: Teamdinner bei einer der Spielerinnen zuhause in Philly. Vielen Dank dafür, das Essen war wirklich ausgezeichnet!

Ich bin nicht ganz sicher ob ich den nächsten Punkt ein Highlight nenne soll, oder man eher von verdammtem Glück im Unglück sprechen sollte. Ich spreche von unsere Reise nach Baltimore, wo wir am Freitag gegen Johns Hopkins University spielen sollten. Wir erlebten einen mittleren Schrecken, als unser Bus plötzlich während der Fahrt auf dem Highway zwei Reifen auf einer der Hinterachsen verlor. Ja, ihr habt richtig gelesen! Reifen, Verloren! Gleich Zwei! Glücklicherweise ist nichts weiter passiert, um ehrlich zu sein, habe ich es persönlich erst gar nicht gemerkt. Nach etwa einer Stunde Wartezeit konnten wir die Reise dann mit einem anderen Bus fortsetzen. Mit einer Stunde Verspätung begann dann unser Spiel in Baltimore unter Flutlicht. In einem wirklich engen Spiel hatten wir am Ende die Nase knapp mit 1-0 vorne.

Damit war die Woche aber noch nicht um, mit dem Sieg hatten wir (Naja, mehr die Damen auf dem Platz als ich) uns eine Trainingspause am Samstag verdient. Die Pause nutzte ich dann, um mich mit etwas Verspätung auch mal den paar Aufgaben zuzuwenden. Abends stand dann das Pong-Turnier mit dem Hockey Team an (Wobei man natürlich alle nationalen Gesetzte befolgte und niemals auf die Idee gekommen währe das Mindestalter für den Konsum von alkoholischen Getränken in diesem Land zu missachten ;-) ). Im Anschluss fand ich mich dann mit Teilen des Teams auf einer nächtlichen Spritztour durch Ardmore und beim Frühstück zu mitternächtlicher Stunde wieder.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch meinen Tripp zum Social Security Office in Philly am Donnerstag, um meinen Social Security Nummer zu beantragen. Es bot sich eine einmalige Gelegenheit für Studien der amerikanischen Gesellschaftskultur.

Die Woche wurde abgerundet durch einen Besuch bei Drexel University, eine Runde Division I Field Hockey gucken. Ohne unser Team schlechtreden zu wollen, war das doch ein etwas anderes Niveau und wesentlich näher an dem was ich aus Deutschland gewohnt bin. Interessanterweise spielte Drexel gegen American University Washington und die Welt scheint doch sehr klein zu sein. Denn in den Reihen von AU eine Spielerin, ganz aus der Nähe meines Zuhauses, die doch tatsächlich bei einem der Clubs aus meiner Heimatstadt gespielt hatte (Für alle, die was mit Hockey in Mönchengladbach anfangen können: es war der GHTC).

[English]
I could really use the one week of break and it was also probably one of my best weeks since I came to the states. Less stressful, but even more fun! What would I do without my team?

But let's start at the beginning: Monday brought one day to relax before practice resumed on Tuesday. I was able to used Monday to just sleep in and relax. Fortunately I didn't have much work to do during the break so I had planed to spend the first half of the week relaxing and recovering from the stressful daily school life.

One of last week's highlights was waiting on Wednesday, apple picking with the field hockey team. I know, that sounds pretty boring and I had to be forced to join in the first place. But it turned out to be a great decision, as we spend a incredibly funny and relaxing afternoon.

Next highlight: Team dinner at one of the players' home in Philly. Thanks so much, the food was really amazing!

I'm not entirely sure whether I should call the next point a highlight or rather incredible blessing in disguise. I'm talking about our trip to Baltimore, where we were about to play Johns Hopkins University on Friday. We experienced a slight shock when our bus lost two tires on one of the rear axles while driving on the highway. Yes, you read correctly! Lost tire! Actually even two! Fortunately none was hurt and we were able to resume our journey with a different bus after one hour. Honestly, I didn't even recognise that we just lost two tires until someone told me. Our game in Baltimore started one hour delayed and we made it past Johns Hopkins with 1-0 in a very close game.

This didn't conclude the week yet. The win in Baltimore earned us (well, more the ladies on the field than me) a free Saturday, which I used to finally get started on some of my assignments for this week. Saturday night field hockey's Pong-tournament was up (note: all national laws regarding legal drinking ages in this country were obviously followed and none would ever have the idea to actually use alcoholic beverages for this ;-) ). Subsequently I found myself on a trip through Ardmore, having breakfast in the middle of the night.

I would also like to mention my trip to the Social Security Office in Philly to apply for my Social Security Number on Thursday. It was a once in a lifetime opportunity to perform studies of the American society and culture.

The week was then finally concluded by a visit at Division I Field Hockey at Drexel University. Without talking bad about our team, that was quite a different level and much closer to what I am used to from home. Interestingly Drexel was facing American University Washington and the world turned out to be so small. In AU's lineup, one player from a place very close to my home who actually played for one of the clubs of my hometown (for those of you who are familiar with field hockey in Mönchengladbach: it was the GHTC).

Dienstag, 11. Oktober 2016

Fall Break

[German]
Der Herbst naht und zeigt, dass ich hier nicht nur die nahezu unerträglich heißen Temperaturen der der ersten Semesterwochen erwarten darf. Die Temperaturen fallen in den niedrigen zweistelligen Bereich und von Zeit zu Zeit wird es auch recht stürmisch.
abandoned campus over fall break
Mit den ersten fallenden Blättern und Stürmen hat auch Fall Break in Haverford Einzug gehalten. Der Campus is halb verweist, jeder der kann ist nach hause gefahren. Die einzigen die noch hier sind, sind die Sportteams, die sich im Training befinden (u.a. Hockey) und eine Hand voll Studenten, die von zu weit weg kommen, als dass es sich lohnen würde nach hause zu fliegen. All diese Ort, die sonst zu jeder Tages- und Nachtzeit bevölkert sind, scheinen wie verlassen. Für uns heißt das auch selber kochen ist angesagt, denn auch das Dinning Center hat geschlossen.

In Sachen Schule war die vergangene Woche nicht mehr besonders ereignisreich, die Physik Zwischenprüfung habe ich gut überstanden. Glücklicherweise habe ich nicht wirklich Hausaufgaben, die währen der Ferien erledigt werden müssten, so kann ich die Zeit doch tatsächlich nutzen um etwas zu entspannen und meinen Schlafhaushalt wieder auszugleichen.
Skype Party
Vergangen Mittwoch und Samstag stand natürlich wieder Hockey auf dm Terminkalender und trotz zwei wirklich herausragenden Leistungen, mit einer klaren Steigerung im Vergleich zum Beginn der Saison, war gegen die #4 und #5 der Rangliste kein Kraut gewachsen und wir mussten uns je 2-0 geschlagen geben. Sollten wir jedoch das Tempo, die Präzision und das taktische Verständnis aus diesen beiden Spielen den Rest der Saison beibehalten, bin ich zuversichtlich, dass wir unsere Bilanz noch den ein oder anderen Sieg hinzufügen können.
Ein kleines Highlight wartete dann noch am Ende der Woche. Anlässlich meines Geburtstags Anfang der Woche hatte ich mich mit ein paar Freuden von zuhause zum Skypen verabredet. Auch wenn ich natürlich sehr gerne persönlich mit euch gefeiert hätte, war das zumindest ein kleiner Trost.

[English]
Fall is coming and it turns out, I will soon have to deal with quite different conditions from the unbearable hot temperatures of the first weeks of this semester. The temperatures have dropped to the low double-digit range and occasionally it also gets quite stormy.
Alongside the first falling leaves und the first storms, fall break has found its way to Haverford. The campus is half abandoned, anyone who can went home. The few people who are left, are either on one of the sports teams which are in practice or among a hand full of students who are from places to far away to go home for one week. All the places around campus where you can normally meet people at any time during the day are now empty. For us, who stay, that also means cooking for ourselves, as the dining centre is also closed.

Concerning school the last week hasn't brought much new, I made it through my physics midterm. Fortunately I don't have any homework that needs to be done during the break, so I can actually relax a little bit and rebalance the amount of sleep I get.
As usual, field hockey was on the schedule on last Wednesday and Saturday. Even though we performed outstandingly well on both games there was no way past the #4 and #5 of the ranking and we got edged 2-0 twice. If we can keep up with the speed of play, the precision and the understanding of tactics, for the rest of the season though, I am confident that we will be able to add some wins to our record.
A little highlight of the week was waiting on Sunday. In celebration of my birthday earlier last week, a few friends from home gathered to hold a little skype party. Even though I would have loved to be at home and celebrate with you guys this was at least making up for some of it.

Dienstag, 4. Oktober 2016

research, lunch, midterms

[German]
Wiedermal ist eine Woche um und Fall Break steht fast vor der Tür, nur noch eine Woche. Die wohl entscheidendste Entwicklung der Woche ist, dass ich wohl der Forschungsgruppe meines Physik Professors beitreten werde. Um mal was anderes auszuprobieren geht es diesmal nicht um Kernphysik sondern um Granular Physics, also die Physik in Systemen granularer Materialien. Die Gruppe soll die Kräfte innerhalb solcher Systeme mit Hilfe sog. Photoelastika, das sind Materialien, die unter Krafteinwirkung den Polarisationvektor des Lichts verändern, studieren. Bestrahlt mit polarisiertem Licht, zeigen sich dann durch einen weiteren Kreuzpolarisierer die Kräfte visuell as Leuchten im Bild, denn nur das Licht dessen Polarisationsvektor rotiert wurde kann durch den zweiten Polarisierer passieren.
Der nette Nebeneffekt dieser Entwicklung war, dass Ted (mein Physik Professor) uns am Samstag zum Essen eingeladen hatte. Uns heißt mich, die zwei andere Studenten aus der Gruppe und einen Kollegen von der North Carolina State University (Teds letzter Wirkungsstätte) und wie es der Zufall wollte, stammt auch besagter Kollege aus Deutschland.
Neben dem neuen Forschungsprojekt konnten wir am Samstag endlich unseren ersten Sieg In-Conference Sieg einfahren. Gegen Gettysburg machten wir es aber unnötig spannend und konnten nur knapp ein 1-0 retten. Die kommende Woche wird dann einen besonders harte Nuss, es geht gegen Nummer 4 and 6 des nationalen Rankings, Ursinus and Franklin & Marshall.
Zuletzt möchte ich noch auf meine erste Prüfung vom vergangen Mittwoch zurückblicken. Das erste sog. Midterm in Mathe stand an und trotz relativ minimaler Vorbereitung viel es mir nicht allzu schwer. Das sieht dann wahrscheinlich in Physik, was Donnerstag an der Reihe ist, schon anders aus, aber auch das wird schon gut gehen.


[English]
Again another week has passed and fall break is right ahead, just one week left. Probably the most important development of the past week is that I will be joining my physics professor's research group. To try out a different field I will be working on Granular Physics, i.e. physics in systems of granular materials like sand, rather than Nuclear Physics this time. The group will study forces in such systems using so called photoelastics, which are materials that are able to rotate the polarization vector of light when being acted on by a force. When exposed to polarized light and observed through a cross-polarizer the forces become visually visible as bright points on the picture, because only if the light's polarization was rotated by a stressed photoelastic it can pass through the second polarizer.
The nice side effect of this development is that Ted (my physics professor) invited us to lunch on Saturday. "Us" means me, two other students from the group and a colleague from North Carolina State University and by coincidence this colleague turned out to be from Germany too.
Besides the new research project, we managed to collect our fist in-conference win on Saturday. The game against Gettysburg was unnecessarily thrilling and we just so saved a 1-0 win. The upcoming week will be particularly harsh, as we are playing #4 and #6 of the nation, Ursinus and Franklin & Marshall.
Finally, I would like to look back to my first college exam from last Wednesday. It was my first math midterm and fortunately I didn't feel it was too hard even though I had only done very little preparation. For physics which is up on Thursday that might look very different, but I hope that it will all work out as well as math did.

Dienstag, 27. September 2016

the first weeks of college experience

[German]
Meinen wöchentlichen Post gibt es diese Woche etwas später, habe leider erst jetzt Zeit dafür gefunden.
Ich bin jetzt seit über einem Monat in den USA und so langsam zeigt sich, was ich hier finden kann, was ich wohl in Deutschland nicht gefunden hätte. Mal von den Dingen für die ich her gekommen bin, kleine Kurse, weitgehend freie Wahlmöglichkeiten was meine Fächer angeht etc., abgesehen, gibt es noch so viele Erfahrungen, an die ich nie gedacht hätte. Seien es die nahezu schon regelmäßigen Einzeltreffen an Freitagen mit meinem Physik Professor, um mal wieder die nächste Hausaufgabe durchzugehen und alle Unklarheiten zu beseitigen. Oder mal eben am Sonntagabend um 22 Uhr noch 2 Stunden in Computer Science Lab zuzubringen um einem Kameraden auszuhelfen, der einen Tag vor Abgabetermin noch etwas im dunklen stochert was das Design der Algorithmen für diese Woche angeht. Aber eben auch sich jeden Tag darauf freuen im Hockeytraining wieder den Kampf mit den Windmühlen der, ach so verständlichen, täglichen Routine aufzunehmen, nur um dann von einer der Kommilitoninnen, der man Stunden zuvor noch zugerufen hat sie solle auf ihr Abwehrverhalten achten, von einem Happening auf dem Campus zum anderen gezerrt zu werden. Dazu gehört dann auch, dass die kleine Campus-Odyssee dann schließlich auf der Party endet, zu der ich wohl unter normalen Umständen nie gegangen wäre. Und mich dort der Rest des Hockey Teams mit fluoreszenter Farbe erwartet und ich froh bin, dass ich mich noch für ein einfaches weißes Shirt entschieden zu haben. Der Rest des Abends entwickelt sich dann auch entsprechend in einer Weise weiter, wie er es Zuhause wohl nicht hätte...
Man könnte sich nun fragen, ob das Hockey Team evtl. die erste zwei Siege in Folge zu feiern hatte, aber der Trend hält leider an und wieder gab es einen Sieg am Mittwoch und einen Niederlage am Samstag, bei der man sich aber zumindest nicht für unsere Leistung zu schämen brauchte. An dieser Stelle möchte ich noch den Kommentar meines Vaters, der das Spiel vom letzten Wochenende im Livestream verfolgte, nachliefern: "Naja, die zweite Hälfte war wenigstens spannend!"
Zum Abschluss möchte ich gerne noch ein kurzes Gebet loswerden, inspiriert durch die Debatte der US-Präsidentschaftskandidaten von heute Nacht. Eigentlich fällt mir nich viel dazu ein, was da heute von sich gegeben wurde, außer: "Herr Gott, bitte lass Hirn vom Himmel regnen, oder Steine, aber Hauptsache du triffst!" Tatsächlich würden weniger persönlichkeitszentrierte Argumente und mehr Inhalten dem ganzen sicherlich gut tun, aber dafür lohnt es sich nicht mal zu beten,

[English]
My weekly blog post is slightly delayed for this week as I didn't find time to take a few minutes of to write until now.
I have been in the US for more than a month now and as time progresses experiences pile up that I would probably have missed back in Germany. Leaving aside the things I came here for, like small classes, more or less free choice of which classes I wanted to take etc. there are so many more things that I didn't even think about. For example the one-on-one meetings with my Physics Professor which have become almost regular practice on Fridays to go over the new set of homework problems and remove any possible source of ambiguity. Or to spend two hours at the Computer Science Teaching Lab at 10pm on a Sunday night to help out a fellow student who is - one day before the assignments are due - still poking around in the dark concerning the algorithms for this week. But also every day looking forward to picking up the fight against the windmills of (totally understandable) daily routine at field hockey practice, only to be dragged around campus from one event to another by a fellow students whom I told to watch out for her defensive behavior just hours ago. It also includes finally finishing the campus odyssey at a party that (under normal circumstances) I wouldn't have visited. Once there, the rest of the field hockey team awaits me with fluorescent colors and I am just glad that I went for a simple white shirt. Obviously also the rest of the night progresses in ways in which it would never have back home...
One might ask whether the filed hockey team had something to celebrate, e.g the first two wins in a row. Unfortunately, the trend continues and a win on Wednesday was followed by a loss on Saturday, at least there was no shame in this loss and we can be proud of our performance this time. At this point I would like to subsequently deliver my father's comment on last weekend's game, that he watched online: "Well, the second half was at least thrilling!"
Inspired by the debate of the presidential candidates tonight I would like to end with a short prayer. There is not much to say about what was said there tonight, but: "Please God, let it rain brain from the sky, or stones, but make sure you hit!" In fact a less person centered argument and more contents would definitely benefit the debate, but that is not even worth praying for.

Samstag, 17. September 2016

first college essay and physics lab

[German]
Ich hatte nicht den geringsten Schimmer! Nicht den geringsten Schimmer, was mein Prof. im Writing Program (ein Kurs der eine Einführung in akademisches Schreiben geben soll und für alle Freshman hier in Haverford Pflicht ist) von mir wollte, als sie meine ersten beiden Entwürfe des ersten Essays auseinandernahm. Ich hatte eine ganze menge Zeit investiert und den Essay zu diesem Zeitpunkt bereits zwei mal neu geschrieben, aber irgendwie schien es nicht auch nur annähernd mit dem übereinzustimmen, was gefordert wurde. Meine Rettung: Das Writing Center, einen weitere Haverford Institution. Ich wüsste nicht was ich ohne diese Hilfe gemacht hätte. Der Essay war dann gestern schließlich in finaler Form fällig und irgendwie hatte ich es dann mit viel “Man könnte das auch so aufziehen...“ und “Vielleicht solltest du ... mit einbeziehen“ vom Writing Center es geschafft etwas zu Stande zu bringe, dass hoffentlich dann doch irgendwie die Aufgabenstellung erfüllt.
Aber meine Woche war natürlich nicht nur Essay-Schreiben. Da wäre noch das erste Physik Lab, wir sollten Schwingung eines Pendels untersuchen. Mir kam hier nicht nur zu gute, dass ich im Prinzip die Lösungen bereits kannte (Danke Herr Reese!), sondern auch das vergangene Jahr im Forschungszentrum, in dem ich viel über Datenauswertung, Fitting und Messfehler gelernt habe (Danke Ralf und Raimund!). Mit dem Glück wirklich sauberer Messwerte, war ich somit ohne weiteres in der Lage die Theorie relativ zweifelsfrei zu bestätigen.
Auch Hockey stand natürlich wieder auf dem Plan und das mit den geteilten Woche scheint sich fortzusetzen. Das Spiel am Mittwoch konnten wir recht klar mit 5-0 für uns entscheiden, aber heute (Samstag) mussten wir uns wiedermal geschlagen geben. Erneut kam die Aufholjagd in der zweiten Hälfte zu spät und aus einem 2-0 wurde nur noch ein 2-1. Gerade sitze ich mit dem Team im Bus auf dem Rückweg von Dickinson College.
Kopf hoch, das nächste Spiel steht schon Mittwoch vor der Tür. Übrigens, für alle, die mich gerne an der Seitenlinie verzweifeln sehen möchten, gibt's online meistens einen Livestream.

[English]
I had no idea! No idea, what my Prof. in the Writing Program (a course that is supposed to introduce students to academic writing and is mandatory for all freshman) asked me to do, when she picked apart my first two drafts of the first essay. I had invested a lot of time and rewritten the whole essay twice already, but it still seemed to fail in meeting the task. My Rescue: The Writing Center, another Haverford Institution. I don't know what I'd have done without that support. The essay finally was due yesterday and with a lot of "Why don't you approach it that way..." and "You might wanna consider..." from the Writing Center, I had somehow managed to come up with a essay that is hopefully more towards what is being expected.
However, my week obviously didn't only consist of essay writing. There was also my first physics lab, in which we were asked to investigate the oscillation of a pendulum. I didn't only benefit from the fact, that I basically already knew the solution (Thanks to Mr. Reese), but also the past year in the Research Center, where I learned a lot about data analysis, fitting and measurement errors (Thanks to Ralf und Raimud!). After luckily gathering pretty clean measured data, it wasn't a major problem to confirm the theory.
Field hockey was on the schedule for this week again, and the issue with splitting the weeks seems to become a unfortunate trend. After a clear win on Wednesday, we weren't able to keep a clean record for this week again, falling to Dickinson College today (Saturday). Again our comeback in the second half started too late and we didn't quite manage to turn the game, closing down an initial 2-0 to a 2-1. At the moment I am on the way back from Dickinson.
Heads up, the next game is up on Wednesday. By the way, for anyone who wants to see me going nuts next to the sideline, there is a Livestream of almost every match.

Montag, 12. September 2016

Visitor from Europe

[English version below]

[German]
Russel and I in front of Independence Hall  
Zeit für meinen wöchentlichen Post hier! Diese Woche war erneut sehr spannend, wiedermal waren zwei wichtige Programmpunkte Hockey, am Mittwoch und Samstag. Leider haben wir es wieder nicht geschafft für diese Woche eine reine Weste zu behalten, gab es am Mittwoch noch einen Sieg zuhause gegen Eastern mussten wir uns Samstag Lebanon Valley geschlagen geben (habe euch die Spielberichte verlinkt). Letzteres Spiel war insbesondere frustrierend, weil wir in der zweiten Hälfte klar das bessere Team waren, unser Aufholjagd aber leider zu spät begann.
In Sachen Studium gibt es nicht viel neues zu berichten, ich schlage mich so durch und so langsam kristallisiert sich ein Wochenplan heraus, der auch etwas Freizeit zulässt. Diese Freizeit habe ich dann heute auch direkt genutzt und mich in Philly mit Russel getroffen. Russel und ich haben uns im Juli beim Osaka U16 6-Nationen Turnier in Antwerpen getroffen, das wir beide pfeifen durften. Russel war nun beruflich in Philadelphia und wir hatten einen tollen Tag mit Mittag in Terminal Market. Dir, Russel, einen Guten Weiterflug nach Las Vegas, hoffentlich sieht man sich in nicht allzu ferner Zeit nochmal wieder!
Achso, das typische college cliche besteht natürlich auch zu einem nicht unbeträchtlichen Teil aus Parties, und ja, wir haben Parties auch hier in Haverford, wenn auch wahrscheinlich nicht so viele wie so Mancher in Deutschland wohl denkt. Eine von diesen Parties war gestern, abgesehen von den nahezu unerträglichen Temperaturen, war der Abend mit dem Hockey Team wirklich sehr lustig. Allerdings muss man wohl festhalten, dass die Vorbereitung auf die Party wohl der lustigste Teil des Abends war.

[English]
Time for my weekly blog post! This week has been another amazing week here at Haverford and again two important events were field hockey, on Wednesday and Saturday. Unfortunately, we weren't able to keep a clean record for this week again, while defeating Eastern at home on Wednesday, we lost to Lebanon Valley on Saturday (I have linked the match reports for you). the Saturday game was particularly frustrating as we clearly were the better team in the second half, but our comeback just started too late.
There is not much new to tell about my studies, I get along and slowly a weekly work plan takes shape that even allows some free time. Just today I made use of some of this free time meeting with Russel in Philly. Russel and I met in July at the Osaka U16 6-Nations Tournament, where we had the pleasure to umpire together. Russel was on a business trip to Philadelphia and took some time off to meet with me. We had a great day including lunch at Terminal Market. Have a safe flight to Las Vegas, hopefully we'll have another chance to meet soon.
By the way, the typical college cliche probably also includes lots of parties, and yes, we do have parties here at Haveford, probably not as many as some people back home might assume though. One of this parties took place yesterday night and, leaving apart the almost unbearable temperatures, it was really good fun with the field hockey team. However, the associated pregame was most definitely the most fun part of the night.

Samstag, 3. September 2016

first week of classes and hockey

[English version below]

[German]
Nun sind es schon zwei Wochen seit ich in den USA angekommen bin, die Zeit vergeht wie im Flug. Die Erste Woche des Semesters liegt hinter mir. Meine finale Kurswahl steht jetzt auch fest: Mathe, Physik, Computer Science und das Writing Program. Ich habe wirklich ausnahmslos wirklich tolle Professoren und überwiegend sehr kleine Kurse. Die Hausaufgabenlast ist schon nicht unbeträchtlich, vor allem wenn man bedenkt, dass ich jeden Tag auch zwei Stunden Training habe. Bisher bin ich aber ganz gut durchgekommen. Es haben sich schon die ersten Arbeitsgruppen herauskristallisiert, wir werden wohl noch das ein oder andere mal zusammen über den Hausaufgaben brühten.
©Haverford Athletics

Mein erstes offizielles Hockey Spiel als Co-Trainer stand auch am vergangen Donnerstag an. Wir konnten uns nur relativ knapp gegen ein anderes College aus der Nähe, Cabrini, mit 3-2 durchsetzen. Einen Spielbericht gibt's hier. Heute steht das nächste Spiel gegen Messiah an, das wird eine ganz harte Nuss. Let's go Fords!!!

[English]
Now it's already two weeks since I got to the US, the time flies. The first week of the semester is over and I made my final class choices: Math, Physics, Computer Science and the Writing Program. Without any exceptions my professors are really exceptional and almost all my classes a taught in small groups. The amount of homework is already significant, especially if you consider that I have two hours of practice every day. However, so far everything went quite smoothly. We have already formed the first homework groups and we'll probably jointly rack our brain's from time to time throughout the semester.

My first official hockey game as assistant coach was up last Thursday. We beat another nearby college, Cabrini, in a close match with 3-2. A report on the match can be found here. Today we are facing Messiah, that's gonna be a though nut to crack. Let's go Fords!!!